Gartenteich

Wasser übt seit jeher eine ganz besondere Faszination auf die Menschen aus. Auch viele Gartenbesitzer können sich dieser magischen Anziehungskraft des flüssigen Elements nicht entziehen und wünschen sich deshalb einen Gartenteich als ihr persönliches Freizeitrefugium. Mit ein wenig Vorbereitung und dem richtigen Werkzeug können Sie sich diesen Traum vom idyllischen Weiher selbst erfüllen.

Teich ist nicht gleich Teich

Ist der ideale Standort, möglichst im Halbschatten, gefunden, muss überlegt werden, welche Art von Teich angelegt werden soll. Zur Wahl stehen Fertigteiche aus Kunststoff oder Beton, aber auch Naturteiche mit Lehm- und Tonböden. Die Mehrzahl der Gartenbesitzer entscheiden sich am Ende für eine Variante, bei der Folien zum Einsatz kommen. Diese Folienteiche erlauben eine individuelle Gestaltung und eignen sich am besten für mittelgroße Flächen ab etwa 5 qm. Bei den Dimensionen der Fläche gilt die Faustregel: Den Teich immer so groß wie möglich – in einem ästhetisch vertretbaren Rahmen -bauen. Denn mit zunehmender Größe wird es einfacher, das biologische Gleichgewicht des Gewässers zu halten und es zu pflegen.

Teichplanung

Bevor es an die Arbeit geht, sollten Sie überprüfen, ob Sie über die notwendige Ausrüstung verfügen, um den Bau eines Folienteiches in Angriff nehmen zu können. Unabdingbar sind dafür:

  • ein Gartenschlauch
  • eine Richtschnur
  • eine Wasserwaage
  • eine Spitzhacke
  • ein Spaten
  • eine Schaufel
  • eine Schubkarre
  • ein Cuttermesser
  • eine Harke

Ist die Inventarliste vollständig, geht es darum herauszufinden, welche Materialien notwendig sind, um den Traum von der Idylle im eigenen Garten Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür benötigen wir grundsätzlich:

  • Sand
  • Kies
  • Schutzvlies
  • Teichfolie
  • Ufermatten
  • Pflanzkörbe
  • Teichpflanzen
  • Filter

Den Gartenteich selber bauen

Die Arbeiten in Ihrem Garten beginnen mit der Markierung der Umrisse des neuen Teiches. Dazu können Sie einen Gartenschlauch nutzen oder eine Schnur und Holzpflöcke. Auf diese Art und Weise ist es auch möglich, die verschiedenen Zonen des Gewässers, vom Sumpfbereich über das Flachwasser bis zur Tiefwasserzone, zu kennzeichnen.

Im zweiten Schritt geht es an den Aushub, der im äußeren Sumpfbereich zirka 10 bis 20 cm tief sein sollte. Daran anschließend graben Sie für die Flachwasserzone ein etwa 40 bis 70 cm tiefes Loch ins Erdreich. Darauf folgt der Tiefwasserbereich, der einen Aushub von 120 bis 150 cm erfordert. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass keine senkrechten Teichwände entstehen. Sanfte Gefälle, die 30° nicht überschreiten sollte, sind ideal.

Bevor Sie nun eine Schutzschicht aus Sand sowie ein Gartenteichvlies ausbringen und die Teichfolie auslegen, sollten Sie noch einmal die genauen Maße kontrollieren und mit einer Wasserwaage überprüfen, ob die Ränder des Teiches auf einer Ebene liegen. Die Größe der Folie berechnet sich nach folgender Formel:

Länge der Folie: Teichlänge + 2 x Teichtiefe + 60 cm Rand

Breite der Folie: Teichbreite + 2 x Teichtiefe + 60 cm Rand

Das Auslegen der Folie ist am einfachsten bei Temperaturen ab 15° C, dann ist das Material besonders flexibel.

Ist diese Arbeit erledigt, fehlen nur noch das Substrat und der Teichkies, bevor Sie langsam das Wasser in die tiefen Zonen einlassen können. Es folgt die Bepflanzung dieses Bereiches und das Einsetzen von Pumpe und Filter. Zum Schluss geht es an die Bepflanzung und Gestaltung des Ufers.

Teichbepflanzung und Tiere

Bei der Wahl der richtigen Teichpflanzen sollten Sie auf die verschiedenen Wassertiefen achten. Für das Flachwasser sind zum Beispiel Froschlöffel oder der Kalmus ideal. Das Hornkraut oder die Wasserpest fühlen sich eher in tieferen Bereichen wohl. Ein Klassiker ist die Seerose, die Ihrem idyllischen Biotop eine ganz besondere Note verleiht. Fast jeder Teichbesitzer setzt auch Fische in seinen „Minisee“ ein. Diese stillen Tiere mit ihren entspannten Bewegungen haben einen beruhigenden Einfluss auf den Beobachter. Besonders begehrt und geeignet sind dabei Goldfische und japanische Koi-Karpfen. Auch andere Fische eignen sich für den Gartenteich, aber dabei ist immer auf die Größe und Tiefe des Wassers zu achten.