Massivhaus

Der Begriff Massivhaus beschreibt sowohl die Bauweise als auch die Baustoffe, die für den Hausbau nötig sind. Beim Bau eines Massivhauses kommen vorzugsweise Baustoffe wie Steine, Beton oder andere massive Materialen zum Einsatz. Alle elementaren Teile eines Raums, zum Beispiel Wände und Decken, haben beim Massivhaus in der Regel eine tragende Funktion. Haustypen wie Massivhäuser können sowohl Stadtvillen als auch Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder andere massiv gebaute Architektur-Gebäude sein. Viele Bauunternehmen bieten die Möglichkeit die Massivhäuser nicht nur im Katalog anzuschauen, sondern manche Standorte bieten die Möglichkeit ein Musterhaus zu besichtigen, um sich von den Referenzen des Bauunternehmens, sowie den eigenen Erfahrungen überzeugen zu können.

Das Massivhaus – Stein auf Stein

Massivhaus

Massivhaus das Bauen Stein auf Stein (c) istock.com/ modellocate

Das Massivhaus ist in Deutschland die beliebteste Art zum Beispiel seine Stadtvilla zu bauen. Dadurch, dass Stein auf Stein gebaut wird, haben Bauherren das Gefühl auf traditionelle Weise und eventuell sogar durch Eigenleistung ihr Traumhaus gebaut zu haben. Außerdem ist ein Massivhaus kein Musterhaus aus dem Hauskatalog, sondern durch eine individuelle Planung und Architektur erbautes Eigenheim.

Massivhaus: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Wertstabilität: Ein Massivhaus ist äußerst robust und langlebig und dadurch eine gute Geldanlage.
  • Optimale Wärmespeicherkraft: Ein Massivhaus kann aufgrund seiner Bauweise im Winter Wärme gut speichern und im Sommer das Haus vor Hitze schützen.
  • Besserer Schutz bei Feuer und Wasserschäden: Ein Massivhaus ist im Vergleich zu einem Fertighaus feuerbeständiger, weil es keine Hohlräume hat, durch die sich das Feuer ausbreiten kann und es behält eher seine Tragfähigkeit. Außerdem setzen die massiven Baustoffe im Fall eines Feuers keine Giftstoffe frei, die zu einer Rauchvergiftung führen können. Ein Vorteil gegenüber den Fertighäusern sind auch die daraus resultierende niedrigere Versicherungskosten. Auch Wasserschäden lassen sich in der Regle einfacher beheben.
  • Flexibilität: Auf Grund der „Stein auf Stein“- Bauweise ist es einfach möglich Umbauten bzw. Veränderungen am Grundriss vornehmen.

Nachteile

  • Mehr Planungszeit nötig: Durch die individuelle Gestaltung müssen einzelne Bauteile und Elemente gut geplant werden und bei Veränderungen müssen alle beeinflussten Bauteile neu geplant oder kontrolliert werden. Auch die Bauteile sind keine Serienfertigung, wie beim Fertighaus und müssen daher bestellt werden, was Zeit in Anspruch nimmt.
  • Kostspieliger: In der Regel ist ein Massivhaus dadurch auch teuer als ein Fertighaus.
  • Längere Bauzeit: Weil der Hausbau den Witterungsbedingungen, vor allem den schlechten im Winter, ausgesetzt ist.

Massivhaus im Winter. Eine Utopie?

Traditionell wurde der Bau der Massivhäuser immer um den Winter herum geplant. Am liebsten wurde beim Bau der Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser, im Frühjahr mit dem Aushub und dem Fundament begonnen, um dann die warmen Sommermonate für die restlichen Arbeiten zu nutzen. Alternativ wurde der Keller vom Haus einschließlich Decke, sowie die Erdarbeiten noch schnell vor dem Winter abgeschlossen. Dann wurde der Standort der Baustelle den Winter über fast wortwörtlich auf Eis gelegt. Sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühling die Außentemperaturen erwärmten, wurde fleißig mit dem Massivhaus-Bau weitergemauert, während der Boden noch gefroren war.

Wenn alles länger dauert…

Doch nicht jeder Bauherr hat die Zeit, eine lange Winterpause einzulegen. Falls z.B. Planung, Baugenehmigung oder Finanzierung Monate länger dauert, als ursprünglich erwartet. So mancher Bauherr steht dann vor der unerwarteten Situation, dass er auch im Winter weiterbauen muss um seine Termine einzuhalten. Aber ist das möglich? Mit modernen Baumethoden, guter Koordination und unter Berücksichtigung gewisser Einschränkungen ist heutzutage auch im Winter der Bau eines Massivhauses möglich.

Besondere Risiken beim Bau im Winter

Massivhaus Hausbau

Massivhaus: Bauen im Winter (c) istock.com/ Richard McGuirk

Beim Bau der Massivhäuser ist das wichtigste, mit Bauunternehmen zu arbeiten, welche die Risiken eines Massivhaus-Baus im Winter richtig einschätzen und sich entsprechend anpassen können. Eine qualifizierte Baufirma versteht im Winter folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Gefrorener Baugrund ist mit normalen Baggern nicht zu bearbeiten (außer man betreibt aufwendigen Spezial-Tiefbau)
  • Unter +5 Grad Celsius binden Normalbeton und Mörtel nicht richtig ab.
  • Vereiste Stahlarmierung verhindert richtigen Verbund mit dem Beton und verstärkt die Korrosion
  • Schnee verhindert gute Sicht und erschwert genaues Arbeiten.
  • Schnee und Eis stellen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Um trotz niedriger Temperaturen zwischen -5 und +5 Grad Celsius am Massivhaus bauen zu können, sind also besondere Maßnahmen unbedingt notwendig. Zum Beispiel muss der Beton lange genug die richtige Temperatur beibehalten, um die wichtigen chemischen Vorgänge des Abbindens und der Aushärtung zu ermöglichen. Wie warm der Beton genau sein muss, hängt von der Außenlufttemperatur ab. Das Betonwerk kann die Hauptbestandteile Sand, Kies und Wasser anwärmen und speziellen Zement und Chemische Zusatzstoffe zu verwenden. Der frisch eingebrachte Beton darf nicht sofort auskühlen. Hilfreich ist dabei sogenannte „verlorene Schalung“ aus Dämmplatten. Diese riegeln den Beton thermisch ab, und haben auch langfristigen Nutzen für das das Massivhaus. Örtlich aufgestellte Heizgeräte können die Lufttemperatur erhöhen, was auch das Gemüt der Handwerker erwärmt. Eine gute Auswahl an Heizgeräten gibt es z.B. bei Hagebau.

Sogar das Verputzen der Massivhäsuer ist bei niedrigen Temperaturen möglich. Aber nicht ohne Grund widmet das Deutsche Institut für Normung dieser riskanten Thematik besondere Abschnitte. Eine seriöse Firma für Putzarbeiten kennt diese Normen und wird sie gewissenhaft anwenden. Einen entsprechenden Service erhalten Sie unter anderem bei Viebrockhaus. Eine Missachtung der einschlägigen technischen und rechtlichen Hinweise führt zu Bauschäden, die teilweise erst nach Jahren zum Vorschein kommen. Des Weiteren sollten Sie auch bei einem geglückten Bau unbedingt über eine Gebäudeversicherung nachdenken. Ansonsten können z.B. bei einem möglichen Wasserschaden alleine die Wasserschaden Kosten den Ruin bedeuten.

Keine Kompromisse beim Massivhaus Winterbau

Der Bau eines Massivhauses im Winter ist also keine Utopie. Für den Bauherrn bringt es zeitliche Vorteile, und viele Baufirmen suchen gerade in der Winterzeit nach Aufträgen, damit sie den Betrieb nicht komplett einstellen müssen. Auf keinen Fall sollte der Bauherr aber Kompromisse bei der Qualitätssicherung eingehen. Er sollte nur eine Baufirma wählen, die auf die besonderen Erfordernisse beim Bau eines Massivhauses im Winter eingehen kann. Dann kann unter Umständen schon im Frühjahr das fertiggestellt Massivhaus bezogen werden. Über die entsprechende Inneinrichtung finden Sie einige Tipps in unserem Designermöbel Artikel.

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