Sanierung

Wer seine Kosten für Heizung, Warmwasser und Lüftung reduzieren möchte, kommt an der Begrifflichkeit energetische Sanierung nicht mehr vorbei. Eine energetische Sanierung steht im weitesten Sinne für die Modernisierung alter Bauwerke. Ziel dieses Projektes ist jedoch nicht nur eine Kostenreduktion, sondern auch einen Beitrag zum Erhalt des Umweltschutzes zu leisten. Der Kostenfaktor spielt bei solch einem Vorhaben eine erhebliche Rolle. Doch welche Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten gibt es überhaupt für die energetische Sanierung?


Förderung durch das KfW Effizienzhaus

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Mit einer energetischen Sanierung Kosten einsparen – ein Energieausweis gibt Aufschluss darüber (c) iStock.com/ nickylarson974

Eine Möglichkeit zur Förderung der energetischen Sanierung bietet das KfW Effizienzhaus. Dies ist sowohl für Altbau, Neubau als auch Eigenheime wie ein Massivhaus, geeignet. Dessen Prinzip ist relativ simpel und leicht anzuwenden. Die Formel besagt, dass der Investitionszuschuss umso größer ist, je energieeffizienter das Eigenheim saniert wurde. Der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust sind die beiden Indikatoren, die zur Messung der energetischen Qualität herangezogen werden. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat zur Messung dieser beiden Indikatoren bestimmte Werte definiert, die eingehalten werden müssen.

Generell gilt: „Je kleiner die Zahl, desto besser ist die Wärmedämmung.“

Ein KfW Effizienzhaus, welches den Wert 100 aufweist, erfüllt demnach sämtliche Vorgaben der EnEV. Hingegen ein Haus, welches die Zahl 85 aufweist, 85 % der Energie benötigt, die ein Neubau braucht. Je geringer der Wert ist, desto sinnvoller wäre eine energetische Sanierung. Folgende Effizienzhaus Standards werden aktuell für eine Sanierung und zwar energieeffizient von der KfW gefördert:

  • Effizienzhaus 55
  • Effizienzhaus 70
  • Effizienzhaus 85
  • Effizienzhaus 100
  • Effizienzhaus 115
  • Effizienzhaus Denkmal

Weitere Förderungsmaßnahmen für die ernergetische Sanierung

Die KfW (=Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert zudem zahlreiche Einzelmaßnahmen, die zu einer Wärmedämmung und Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Zu der Wärmedämmung gehören folgende Maßnahmen:

  • Außenwanddämmung
  • Dachflächendämmung
  • Dämmung der Kellerwände
  • Erneuerung der Fenster
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage
  • Heizungsaustausch
  • Solarthermische Anlage
  • Photovoltaik-Anlage bzw. Solaranlage
  • Sonnenschutz
  • Planungs- sowie Baubegleitungsleistungen

Kredit für eine energetische Sanierung

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Die energetische Sanierung bekommt auch die Baubegleitung bezuschusst (c) iStock.com / artist-unlimited

Diesen Kredit erhalten sämtliche Personen, die ihr Eigenheim sanieren möchten oder einen sanierten Wohnraum erwerben. Der effektive Jahreszins beläuft sich auf 1,00 Prozent. Des Weiteren erhalten diejenigen, die sich für die energetische Sanierung entschieden haben, einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 16.875 Euro. Für jede Wohneinheit gibt es bis zu 75.000 Euro oder 50.000 Euro für durchgeführte Einzelmaßnahmen.

1. Investitionszuschüsse für eine energieeffiziente Sanierung

Dieser Zuschuss ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar und beläuft sich auf 18.750 Euro je Wohneinheit.

2. Der Ergänzungskredit

Der effektive Jahreszins für diesen Zuschuss beträgt 1,41 Prozent. Er bezieht sich auf eine Erneuerung der Heizungsanlage. Es können bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gewährt werden. Die Kreditlaufzeit beträgt bei festem Zins 10 Jahre.

3. Baubegleitung für energieeffizientes Sanieren

In diesem Fall werden bis zu 50 Prozent der Kosten bis zu einem Betrag in Höhe von 4.000 Euro übernommen. Diese Förderung gilt für alle, die ihren Wohnraum energetisch sanieren möchten.

Fazit: Deshalb lohnt es sich

Für eine energetische Sanierung eines Gebäudes werden eine Vielzahl an staatlichen Förderungsmöglichkeiten angeboten. Dadurch reduzieren sich die Investitionskosten, sodass sich eine energetische Sanierung noch mehr lohnt. Dennoch sollten vorher die finanziellen Vor- und Nachteile für dieses Vorhaben genau unter die Lupe genommen werden. Hilfestellung für diese Sanierungsmaßnahmen geben Energieberater der Verbraucherzentralen oder aber unabhängige Energieberater. Denn nur wenn Gewinn erzielt wird (wenn auch langfristig) und nicht nur rote Zahlen damit geschrieben werden, lohnt sich die Investition in eine energetische Sanierung. Eine Energieberatung gibt Aufschluss darüber, wenn man selbst fachlich nicht kundig ist. Erst dann steht der umweltfreundlichen Kostenreduktion im Bereich Heizung, Warmwasser und Lüftung sowie einem Energieausweis mit guten Werten nichts mehr im Weg.

 
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