Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus: Tipps

Ein Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus ist nicht ganz leicht – denn was die einen als Vorteil des einen Baustoffs sehen, ist für die anderen eher ein Nachteil. Letztlich ist die Entscheidung für Häuslebauer oder -käufer deshalb wohl eher subjektiv. Trotzdem lohnt sich ein Abwägen zwischen den beiden Materialien.

Steinhaus und Holzhaus: Materialkosten vergleichen

Vergleich Holzhaus Steinhaus Holzhaus

Holzhäuser vermitteln häufig eine urige Gemütlichkeit. (c) istockphoto.com/Gannet77

Wenn angehende Hausbesitzer Holzhaus und Steinhaus miteinander vergleichen, sind die Materialkosten ein wesentlicher Faktor. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat zu diesem Thema vor einigen Jahren eine Studie veröffentlicht. Demnach ergibt ein Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus bei gleichem Standard und gleicher Ausstattung sehr ähnliche Kosten. Gleichzeitig gelten Holzhäuser, zum Beispiel aufgrund von kürzeren Bauzeiten, als wirtschaftlicher. Zudem hat eine Hauswand aus Holz einen sehr viel geringeren Querschnitt als eine Steinwand. Entsprechend lässt sich so Raum sparen – gerade auf eher kleinen Grundstücken ein echter Vorteil.

Wärmeschutz: Ein Vergleich der Baustoffe

Auch bezüglich Wärmeschutz und Wärmespeichervermögen lohnt der Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus. Grundsätzlich ist Holz ein schlechter Wärmeleiter. Im Sommer ist das ein großer Vorteil, denn das Material hat einen niedrigen Wärmedurchgangswert. Die Wärmedämmung kann entsprechend vergleichsweise gering ausfallen, und trotzdem herrschen im Holzhaus noch angenehme Temperaturen. Gleichzeitig weist Holz eine sehr gute Wärmedämmung auf – besser als Stein. Entsprechend lassen sich die durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten Werte bei diesen Haustypen relativ problemlos erreichen.

Schallschutz: Steinhäuser sind im Vorteil

Auch der Schallschutz ist vielen Menschen ein wichtiges Kriterium beim Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus. Hier liegt das Material Stein klar vorne, denn es überträgt Schall sehr viel weniger stark als Holz. Gerade kostengünstigere Decken, Böden oder Wände sind besonders hellhörig, in jedem Fall erfordern Konstruktionen aus Holz aufwendigere und deshalb teurere Baumaßnahmen, um einen guten Schallschutz zu erreichen. Steinhäuser dagegen sind üblicherweise schon ohne zusätzliche Maßnahmen schallgeschützt.

Holz als ökologischer Baustoff

Bezüglich Umweltverträglichkeit hat Holz einen entscheidenden Vorteil: Es eröffnet die Möglichkeit ein Haus mit einem ökologisch einwandfreien Baustoff zu errichten. Wichtige Voraussetzung ist hier natürlich, dass heimisches Holz zum Einsatz kommt. Exotischere Sorten wie Tropenholz gefährden aufgrund ihres Anbaus nicht nur die heimische Umwelt, sie erfordern auch längere Anfahrtswege, die eine weitere ökologische Belastung darstellen.

Haltbarkeit und Pflege der Materialien

Vergleich Holzhaus Steinhaus Steinhaus

Häuser aus Stein sind gleichzeitig robust und pflegeleicht. (c)istockphoto.com/acilo

Wer für die Ewigkeit bauen möchte, entscheidet sich für Stein als Baustoff, so die landläufige Meinung – gerade das Massivhaus gilt als ganz besonders robust und widerstandsfähig. Dabei ist eine hochwertige Konstruktion aus Holz keineswegs weniger langlebig. Mehrere Faktoren sorgen schon beim Bau für ein robustes und widerstandsfähiges Bauwerk: Das verwendete Holz muss sauber und trocken sein. Auch während des Bauvorgangs sollte es unbedingt vor Nässe geschützt werden. Auch eine Isolation zu Boden und Fundament sind wichtig, ebenso wie ein fachgerechter Wasserablauf.

Insgesamt ist ein Holzhaus etwas pflegeintensiver als ein Haus aus Stein. Es muss beispielsweise häufiger gestrichen werden, während ein Steinhaus deutlich seltener neuen Putz benötigt. Bezüglich der Pflege des fertigen Hauses ist bei einem Vergleich zwischen Holzhaus und Steinhaus auch die sogenannte Baufeuchtigkeit ein wichtiger Aspekt: Beim Bau von Steinhäusern wird viel Wasser verwendet, denn es kommen Materialien wie Beton, Putz, Mörtel, Anstrich oder Estrich zum Einsatz. Entsprechend ist die Luftfeuchtigkeit in den ersten Jahren nach Fertigstellung in Steinhäusern relativ hoch. Für Bewohner eines Holzhauses bedeutet das unweigerlich: Regelmäßiges gründliches Lüften ist absolute Pflicht.

Holz: Der lebendige Baustoff

Für viele Menschen ist auch dieser Umstand ein entscheidender Vorteil: Anders als Stein lebt Holz, es arbeitet und entwickelt sich weiter. Die einen stören sich am Knarren und Knacken im Haus, die anderen dagegen schätzen die Konstruktionen ihres Hauses gerade deshalb. Holz verbreitet eine heimelige Atmosphäre und eine Gemütlichkeit. Nicht umsonst berichten viele Besitzer eines Holzhauses, dass sie in ihren vier Wänden eine Wärme spüren, während Steinwände eher eine Kälte ausstrahlen.

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