Doppelhaus

Ein Plan für ein Doppelhaus
Ein Doppelhaus kann im Stil variieren. Auch Sonderwünsche sind möglich ©istockphoto.com/esther_balogh

Das Doppelhaus: Wand an Wand wohnen

Das Doppelhaus ist ein guter Kompromiss zwischen einem Einfamilienhaus und einem Reihenhaus und hat viel zu bieten: Ob Massivhaus oder Fertighaus, man hat genügend Raum um sich herum und ist doch nie ganz allein.

Das typische Doppelhaus und Sonderwünsche

Ein Doppelhaus bezeichnet zwei relativ (baugleiche) Häuser, die sich eine Wand teilen. Sie besitzen aber einen eigenen Eingang, Treppenaufgang und das halbe Grundstück. Ein Doppelhaus hat oftmals auch die gleiche Dachform. Vorzugsweise wird bei dieser Bauweise ein Satteldach, Pultdach oder Flachdach benutzt.

Anders als bei Reihenhäusern kann man seine Doppelhaushälfte optisch meist individuell gestalten. Doppelhäuser sind also keine exakte Spiegelung, sondern weisen individuelle Details auf. Auch was die Stockwerke und die Wohnfläche angeht, darf ein Doppelhaus vom Plan abweichen. So innovativ und modern kann ein Doppelhaus beispielsweise aussehen: Erfahren Sie mehr über den Hausbau dieser Familie aus München.

Ein modernes Doppelhaus mit gleicher Aufteilung.

Doppelhaus in modern: Eine exakte Spiegelung ist aber kein Muss ©istockphoto.com/acilo

Grundriss und Fassadengestaltung sind oft vorgegeben, je nach Bauherren gibt es mehr Freiraum und Sonderwünsche werden in der Regel berücksichtigt: Details wie Bodenbeläge, Armaturen oder Türen werden von den zukünftigen Hausherren ganz individuell ausgesucht. Anregungen, wie man ein Doppelhaus einrichten könnte, finden Sie bei hausjournal.net. Wichtig: Generell muss ein hohes Maß an baulicher Übereinstimmung erfüllt werden und das Doppelhaus einheitlich wirken.

Tipp: Achten Sie bei Sonderwünschen auf den zusätzlichen Preis: Holen Sie sich Informationen und kalkulieren Sie die Kosten. So vermeiden Sie, dass der Betrag später viel höher ausfällt. Haben Sie zusätzlich die Vertragsdetails im Hinterkopf – sind Sie frei in der Entscheidung, von welchem Händler Sie kaufen wollen? Oder sind Sie vertraglich an die der Bauherren gebunden?

Vorteile und Nachteile bei Doppelhäusern

Sie arbeiten noch an Ihrer individuellen Pro- und Kontraliste für Ihr Doppelhaus? Dann werfen Sie einen Blick auf diese Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Der Kostenfaktor: Im Gegensatz zu einem Einfamilienhaus werden bei diesem Haus weniger Material und Fläche wegen der gemeinsamen Wand gebraucht und meist kann auch eine Hausanlage für die Heizung und Strom mit dem Nachbarn gemeinsam betrieben werden. So sparen Sie nicht nur Baukosten für Fenster, Wärmedämmung oder Anstrich – sondern auf lange Sicht auch Strom- und Heizkosten. Hinzu kommt auch, dass Sie beispielsweise die Kosten für die Planung und Erschließung des Grundstücks auch nicht alleine tragen müssen.

 

  • Auch ein schöner Ansatz: Familien mehrerer Generationen, die sozusagen „unter einem Dach“ wohnen. Die Eltern und nebenan ihre erwachsenen Kinder haben jeweils ihr eigenes Reich und sind trotzdem nah da.

Nachteile

  • Kontra bei Doppelhaushälften: Eine Wand bleibt zwangsläufig fensterlos. Hier kann man aber mit einer klugen Architektur entgegenwirken, indem man die anderen Räume sehr offen und hell gestaltet. Mit einem ausgeklügelten Lichtkonzept mit Lampen und Leuchten strahlt auch die fensterlose, geteilte Wand der Doppelhaushälfte. Und große Fensterfronten machen das Traumhaus

 

  • Man sollte sich zudem sehr gut mit seinen direkten Doppelhaus-Nachbarn verstehen – schließlich bekommt man sie sehr oft zu Gesicht.

    Ein Plan für ein Doppelhaus

    Ein Doppelhaus kann im Stil variieren. Auch Sonderwünsche sind möglich ©istockphoto.com/esther_balogh

Privatsphäre schaffen im Doppelhaus

Deswegen gilt: Privatsphäre schaffen, damit die Nerven gar nicht erst der Nachbarn wegen strapaziert werden. Getrennte Flächen sind hier das Zauberwort:

  • Die gemeinsame Wand sollte auf jeden Fall schalldicht sein. Wer empfindlich ist, wird sich ansonsten im eigenen Zuhause schnell von den Geräuschen der Nachbarn gestört oder eingeschränkt fühlen.

 

  • Den Gartenbereich gleich zu Beginn der Planung trennen. Wieso? Bleibt die Fläche zwischen beiden Doppelhaushälften offen, wird sie höchstwahrscheinlich auch von allen mitbenutzt. So bleibt kein Raum, um sich zurückzuziehen. Lieber gleich zu Beginn Pflanzen zur räumlichen Trennung setzen und den nächsten Punkt miteinbeziehen.

 

  • Feste Regeln bestimmen: Steht den Nachbarn die Tür immer offen? Oder wird trotzdem geklingelt? Es lohnt sich, diese Themen vor dem Einzug besprechen.

Doppelhaus mit Happy End

Wichtig: Das deutsche Baurecht ist etwas knifflig – es lohnt sich also, die verschiedenen rechtlichen Grundlagen in Ruhe zu studieren. Außerdem zahlt es sich aus, mit dem Nachbarn klare vertragliche Vereinbarungen zu treffen: Legen Sie Nutzungsrechte für gemeinsame Hausanschlüsse, Installationen oder die regelmäßige Dachentwässerung fest.

Haben Sie alle wichtigen Punkte abgehakt, steht dem Bau eines Doppelhauses nichts mehr im Wege. Auf gute Nachbarschaft!